3. Juli 2011
Neuer Basketballplatz an der Jetzendorfer Straße
Es gäbe zwei Gruppen von Jugendlichen, hieß es in der Gemeinderatssitzung im Juni. Die einen kommen tagsüber und spielen Basketball und die anderen kommen im Dunkeln und hinterlassen Scherben. Doch um die Kinder der Finsternis ging es an diesem Abend nicht sondern um die Errichtung eines neuen Basketballplatzes im Rahmen des Leader-Projelts für vernetzte Jugendarbeit von Dachau Agil. Bei diesem Projekt beteiligt sich Dachau Agil mit 50% an den Kosten, die entsehen, wenn Gemeinden verkehrsgünstig gelegene Flächen bereit stellen und diese mit Freizeitanlagen für Jugendliche versehen. Bürgermeister Fuchs betonte daher, dass der vorgesehene Platz an der Ecke Jetzendorfer Straße-Mitterfeldstraße bereits von Vertretern von Dachau Agil geprüft worden ist und als förderungswürdig eingestuft wurde.
Bei den Mitgliedern des Gemeinderats stieß dieser Standort jedoch auf Kritik. Einige Gemeinderäte wollten lieber einen allgemeinen Beschluss über die Teilnahme am Leader-Projekt ohne die konkrete Festlegung eines Platzes. Andere plädierten dafür, den bisherigen Baketballplatz an der Grundschule beizubehalten. Gegen die zweite Möglichkeit wehrte sich vehement Frau Schneider-Güll, Rektorin der Grundschule Petershausen. Sie verwies darauf, dass in den nächsten Jahren der Ausbau der Grundschule mit einem Ganztagszweig vorangetrieben wird und die Grundschule deshalb mehr Platz bräuchte. Auch müsste spätetens in fünf Jahren der Platz zwischen Rathaus und Schule, der bisher als Schulhof genutzt wird, durch einen kindgerechten Schulhof hinter der Grundschule ersetzt werden. Ihr schwebt dabei unter anderem ein Wasserspielplatz vor, den nachmittags auch junge Familien nutzen könnten.
In der engagiert geführten Diskussion ging es auch darum, ob durch den Bau des Basketballplatzes mit einem hohen Zaun das Bild des Ortseingangs nicht zu sehr beeinträchtigt wird. Außerdem äußerten Gemeinderäte Zweifel, dass Jugendliche einen Platz, der nicht mehr so zentral gelegen wäre wie der bisherige, überhaupt annehmen würden. Olaf Schräder, der von der Gemeinde engagierte Jugendbetreuer, bemühte sich, diese Zweifel zu zerstreuen. Wichtig für die Jugendlichen sei es, dass überhaupt etwas geschehe. Und wenn in ein paar Jahren der bisherige Platz nicht mehr zur verfügung stehen wird, werden die Jugendlichen auch einen Platz annehmen, der weniger zentral, dafür aber attraktiv gestaltet ist.
Nach intensiver Diskussion votierten die Gemeinderäte dann doch einstimmig dafür, den Basketballplatz an dem vorgesehenen Standort zu bauen.













