8. Juni 2011
Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins
Nach einem Jahr des Umbruchs in der Ortsvereinsspitze hat Gabriel Fehrenbach nun auch offiziell das Amt des Ortsvereinsvorsitzenden aus privaten und familiären Gründen niedergelegt. Seine beiden Stellvertreter, Hildegard Schöpe-Stein und Rolf Trzcinski, werden den Ortsverein bis zur nächsten regulären Vorstandswahl im Mai 2012 kommissarisch führen. In seinem Rechenschaftsbericht zählte Gabriel Fehrenbach noch einmal die neuen Projekte auf, die unter seiner Lenkung in den letzten Jahren entstanden sind, wie zum Beispiel die mehrmals im Jahr erscheinende Zeitung, das „Petershausener Echo“, das Kommunalforum mit wechselnden Themen und der mittlerweile fast im ganzen im Landkreis einheitlich gestaltete Internetauftritt der SPD. Diese Projekte will der Vorstand auch nach dem Rücktritt von Fehrenbach weiterführen, kündigte Hildegard Schöpe-Stein an. Sie bedankte sich bei Fehrenbach für seinen wichtigen Impulse und sah optimistisch in die Zukunft: „Wir werden die Utopie des sozialen Miteinanders nicht nur weiterträumen, sondern helfen, sie zu verwirklichen.“
Zu der Sitzung war auch der Landtagsabgeordnete und kürzlich wiedergewählte Vorsitzende der Landkreis SPD Martin Güll eingeladen. In seiner Gastrede betonte er, wie wichtig es für die Zukunft der SPD sein wird, dass sie ihre Ideen und Vorstellungen zu wichtigen politischen Themen wie Wirtschaft, Energiewende und Bildung bekannt macht. Jeder Wähler muss wissen, was ihn auf diesem Feld erwartet, wenn er SPD wählt. Die Themenschwerpunkte muss die Bundes- oder die Landes-SPD vorgeben, und die Mitglieder der Ortsvereine müssen sie unter die Leute bringen. Diese Basis ist unverzichtbar.
Höhepunkt der der diesjährigen Hauptversammlung war die Ehrung von Monika und Karl Kühbandner sowie Wolfgang Stadler für ihre 40-jährige Mitgliedschaft in der SPD.
Die drei, die zu Regierungszeiten Willy Brandts in die SPD eingetreten sind, fühlten sich solidarisch mit vielen Menschen der Gesellschaft, die die Entspannung in der Ostpolitik befürworteten. Willy Brandt erhielt für diese Anstrengungen 1971 den Friedensnobelpreis. Besonders Karl Kühbandner und Wolfgang Stadler, im Ort bekannt wie bunte Hunde und zwei der Hauptaktivisten der Petershausener SPD, konnten aus ihrer Zeit berichten, in der sie als jahrzehntelange Mitglieder im Gemeinderat mit Zähigkeit und Biss die sozialdemokratischen Prinzipien damals, und Wolfgang Stadler bis heute, verteidigten. Dafür erhielten sie aus den Händen von Martin Güll die Willy-Brandt-Medaille, eine sehr seltene Auszeichnung für besondere Leistungen und besonderes Engagement. Güll erinnerte sich an die Zeit, als er selbst noch Mitglied im Ortsverein Petershausen war: „Mit Schere und Klebestift haben wir damals das SPD-Echo produziert – heute seid ihr hier professioneller geworden.“
In ihren Schlussworten appellierte Hildegard Schöpe-Stein als weiblicher Teil der Doppelspitze an die anwesenden Mitglieder aktiv mitzuhelfen, die Arbeit für die SPD aktiv in die Hand zu nehmen, um die Petershausener Mitbürgerinnen und Mitbürger zu informieren, ihren Wünschen Gehör zu geben und für deren Belange einzutreten.













