22. Januar 2010

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Alt sein in Petershausen – Allein daheim, oder wo sonst?

[singlepic id=98 w=320 h=240 float=]Was ist das Wichtigste im Leben im Alter? Dies war die Einstiegsfrage, mit der Moderator Gabriel Fehrenbach das fünfte Kommunalforum der Petershausener SPD eröffnete. Ein selbstbestimmtes Leben im Alter sei das zentrale Anliegen für Senioren, so das einstimmige Fazit des Podiums. Das war kompetent besetzt: mit Anita Neuhaus, Vorsitzende des Seniorenbeirats des Landkreises, Tanja Janitschek, Altenpflegerin, Wolfgang Kögler, Vorsitzender des VdK-Ortsverbands und Walter Mühlbauer, Architekt und Projektentwickler.
Selbstbestimmung wird dann schwierig, wenn Pflege notwendig wird. Dabei kann häusliche Pflege helfen, wenn das Umfeld, das heißt die Familie und die Betreuung, stimmt. Denn jeder Mensch hat seinen eigenen Lebensrhythmus und möchte auch im Alter so viel Individualität wie möglich bewahren. Häusliche Pflegedienste versuchen sich danach zu richten, so Tanja Janitschek. Im Alltag sei es aber oft schwierig. Viele Menschen müßten ins Altersheim, wo die Möglichkeit selbstbestimmt zu leben, erheblich eingeschränkt ist.
Von allen Beteiligten wurde das betreute Wohnen als gute Alternative zum Leben im eigenen Zuhause mit ambulanter Pflege angesehen. Jeder kann dort seine Privatsphäre behalten und ist doch gut versorgt. In Petershausen ist eine derartige Anlage auf dem Gelände der alten Bahnhofswirtschaft geplant. Zwar ist dort eine Wohnung teurer als als das eigene Zuhause, aber immer noch billiger als im Altersheim.
Angesprochen wurde die Konkurrenzsituation, nachdem in Vierkirchen eine ähnliche Anlage in Planung sei. Anita Neuhaus ging davon aus, dass Betreutes Wohnen in Zukunft immer wichtiger sei als Lebensform im Alter und empfahl die Anlage größer zu dimensionieren. Das würde die Kosten für die einzelnen Bewohner verringern. Auch aus dem Publikum gab es gleich Interesse an der Anlage. Auch die Preise wurden angesprochen.Konkrete Zahlen konnte der Projektentwickler, Walter Mühlbauer, leider nicht nennen. Teuer ist das Leben im Alter, vor allem wenn man Pflege brauche. Daraus wies Wolfgang Kögler hin. In Altersheimen erhielten etwa 70 Prozent der Bewohner einen Zuschuss.
Übereinstimmend waren die Podiumsteilnehmer der Meinung, dass die geplante Wohnanlage eine Chance für Petershausen sei und ein wichtiger Standortfaktor, der den Ort für Neubürger attraktiver machen dürfte. Die Nähe zum Bahnhof erhöhe die Mobilität der Senioren, als auch für Angehörige und Freunde. Die Anlage könne sich so zu einem Seniorenzentrum für den Ort entwickeln. Walter Mühlbauer forderte allerdings mehr Engagement der Gemeinde bei der Neugestaltung des Bahnhofplatzes und des Bahnhofsgebäudes, damit diese Chance nicht verspielt werde.
Das griff Gabriel Fehrenbach zum Schluß auf und sagte, die Veranstaltung hätte Klarheit über die Notwendigkeit eines Betreuten Wohnens gebracht. Er versprach, seine Fraktion werde sich hier weiter einsetzen.

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