10. November 2009

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“Wir sind soviel Dorf, wie wir machen”

4. Kommunalforum der SPD Peterhausen

[singlepic id=98 w=320 h=240 float=left] Alle sind zufrieden. Diese überraschende Erkenntnis stand am Anfang der Diskussion um die Frage, “Wir sind ein Dorf?”, die die SPD Petershausen bei ihrem 4. Kommunalforum am vergangenen Sonntag aufgeworfen hat. Doch so eindeutig waren die Aussagen des Podiums, das mit Einheimischen wie mit Zugezogenen besetzt war, dann doch nicht.

Schon die Petershausener Bilder aus den letzten 100 Jahren, die Lydia Thiel zu Beginn zeigten, machten deutlich: das Dorf hat sich enorm verändert. Das sind nicht nur die fünfzig Höfe von eins, da gibt es auch nicht mehr die Landwirtschaft, die noch vor 60 Jahren fast jeden Haushalt geprägt hat, wie Benno Huber erzählte. Siedlungen sind gewachsen und mit den neuen Einwohnern kamen auch andere Bedürfnisse. Konflikte entstanden, wie Cornelia Stadler deutliche machte.

Viele sprachen während der Diskussion von der dörflichen Nähe des Jeder kennt Jeden, dass den Ort noch ausmache und bemerkten doch die Anonymität, die es auch gäbe. John Barden zog Vergleiche zu seiner irischen Heimat, andere verwiesen auf die Pendlersituation und die hohe Mobilität, denen viele Menschen unterworfen seien. Strukturelle Probleme wurden benannt, allen voran das fehlende Dorfzentrum. Ekkehard Pietz sah den Bahnhof als Chance für ein Bürgerzentrum. Es sei ein Armutszeugnis, so Pietz, dass die Gemeinde den Bahnhof verkaufen wolle. Wie läßt sich den Dorfgemeinschaft unter den neuen Bedingungen schaffen?, fragte Moderator Gabriel Fehrenbach. “Wir sind soviel Dorf, wie wir machen,” war die Antwort von Ferdinand Kloiber.

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